Froschkönig – politisch korrekt

grimmWie wird wohl Familienministerin Kristina Schröder ihrer Tochter Grimms Märchen vorlesen? Zunächst ja glaube ich, daß sie als Ministerin nicht allzu oft dazu kommen wird. Außerdem dürfte es nicht ganz so einfach sein, ihren hohen Anspruch an eine politisch korrekte Sprache im Alltag umzusetzen. Deshalb eine kleine Hilfe: Ich habe mir die Mühe gemacht, zumindest einmal drei Sätze des Märchens »Der Froschkönig« von »sexistisch und reaktionär« in politisch korrektes Deutsch zu übersetzen. Dabei darf es aber nicht bleiben. Problematisch ist ja schon die »Königstochter«. Kann man das so einfach mit »Demokratentochter« übersetzen?

Im Original heißt es also relativ am Schluß:

Als er aber herabfiel, war er kein Frosch, sondern ein Königssohn mit schönen freundlichen Augen. Der war nun nach ihres Vaters Willen ihr lieber Geselle und Gemahl. Da erzählte er ihr, er wäre von einer bösen Hexe verwünscht worden, und niemand hätte ihn aus dem Brunnen erlösen können als sie allein, und morgen wollten sie zusammen in sein Reich gehen.

Politisch korrekt muß es heißen:

Als er aber herabfiel, war er kein FroschIn, sondern ein(e) bisexuelle(r) PolitikerIn der weltoffenen CDU mit schönen freundlichen Augen. Gemeinsam in der WG ihres/ihrer Vaters/Mutter entschieden sie sich für eine offene Partnerschaft ohne Verpflichtungen. Da erzählte er ihr, er wäre von einem bösen Neonazi oder Beate Zschäpe verwünscht  worden, und niemand hätte ihn aus dem Brunnen erlösen können als sie allein, und morgen wollten sie zusammen in die Bunte Multikulturelle Republik gehen.

6 Kommentare

  1. Was ist mit den Frosch_Innen und Politiker_Innen, die sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen?

  2. Richtig müsste es noch:

    Als ErSie wieder herabfiel, war ErSie kein FroschIn…

    ;-)

  3. Als er aber herabfiel, war er kein Frosch mehr, sondern eine von der Quote unberücksichtigte Anwärterin auf einen von einem chauvinistischen Mann mit großem Wagen, in dem ein umweltpolitisch inkorrekter >1,2 L Motor verbaut ist, besetzten Job. Gemeinsam mit ihrer lesbischen Freundin, die als Nicht-schwanzträgerin immer ein verständnisvolles Ohr für die Belange einer mit beruflichem Geltungsdrang und emotionalem Frustpotential ausgestatteten »faszinierenden« und »mutigen« jungen Mutter in einer weltoffenen Dreiecksbeziehung lebend hat, wollen sie eine Sammelklage mit Unterstützung der Zeitschrift Emma bewirken, um die zwangsverheirateten Frauen, die alle noch nicht in den Brunnen gefallen sind…

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