Identitäre: Wiedergeburt statt Weltuntergang (?)

IdentitäreAm vergangenen Samstag, den 21. Dezember 2012, gingen die Identitären in Deutschland und Österreich auf die Straße. Damit gelang ihnen erstmals großangelegt der Schritt aus der Facebook-Plauderstube: In Berlin entstanden Bilder, die geeignet sein könnten, im Kleinen einen neuen, identitären Mythos zu begründen. Als BN-Reporter habe ich mir die Aktion angeschaut: Hinter den aus ganz Deutschland und Wien angereisten Aktivisten steckt Potenzial und Mut. Es handelt sich beileibe nicht um jene bierseligen Konservativen, die die Diskriminierung durch die »bösen Linken« bejammern und sich ins Waldgänger-Idyll zurückziehen.

Ob das Treffen in Berlin nicht nur als eine der schicken Fotosessions in Erinnerung bleibt, wie sie täglich in Berlin-Mitte stattfinden, wird 2013 anhand der konkreten, alltäglichen Arbeit vor Ort entschieden werden. Das Vorbild dafür kommt erneut aus Frankreich: Im französischen Dijon stellten heute, am 22. Dezember 2012, rund 30 Aktivisten der »Génération Identitaire« aus Burgund ihre wachsende Organisation vor. Sollten die Identitären langfristig auch in Deutschland regionale Institutionen und Netze aufbauen können, nähert sich sicher kein »Goldenes Zeitalter«, wie es die Aktivisten auf ihren Plakaten ankündigen. Viel wäre schon erreicht, wenn Europas Völker mit den Identitären eine hörbare Stimme jenseits von Brüssel und linken wie liberalen Utopien bekommen.

Folgende Pressemitteilung der deutschen Identitären ging soeben bei BlaueNarzisse.de ein. Wir dokumentieren sie:

Am 21. Dezember haben 20 Identitäre in Berlin mit Fahnen und Schildern vor dem Reichstag und dem Brandenburger Tor Präsenz gezeigt. Am gleichen Tag fanden u. a. Aktionen der Identitären Bewegung in Wien, Hannover, Dresden, Bremen und Dortmund statt. Während die globalisierte Welt auf Facebook den „Tag des Weltuntergangs” gefeiert hat, ist die Identitäre Bewegung für eine neue deutsche und europäische Idee aufgestanden. In Berlin forderten die Aktivisten vor dem Bundestag und dem Brandenburger Tor das Ende der multikulturalistischen Ideologie und eine neue Vision für Europas Völker. „Deutschland und Europa verkörpern mehr als eine Wirtschaftszone und Brüsseler Bürokratie: Europas Jugend ist unsere Zukunft!”, erklärte Matthias Wagner vor dem Reichstag unter dem Zeichen des Lambda. Das Lambda steht für ein souveränes, föderalistisches und freies Europas. Das Symbol geht auf die Schilder der Spartaner zurück.

In Wien demonstrierten ebenfalls circa 20 Identitäre auf dem Heldenplatz für ein Ende der alten Ideologien und Europas Wiedergeburt. In Hannover, Bremen, Dresden und Dortmund wurden Passanten mit Plakaten und Flugblättern auf das Anliegen der Identitären aufmerksam gemacht. Im November fanden bereits Aktionen in Frankfurt am Main, Köln und Berlin statt. Inspiriert wurde die Identitäre Bewegung Deutschland von der „Génération Identitaire” aus Frankreich. Weitere identitäre Jugendbewegungen gibt es mittlerweile in Spanien, Österreich, England und Italien. In Deutschland existieren mittlerweile 49 lokale Gruppen.

Mehr Infos:

http://www.identitaere-bewegung.de/

https://www.facebook.com/identitaer

Europaweit vorgetragene Rede:

Am 21.Dezember geht nicht die Welt unter. Dieser Tag ist ein Wendepunkt in der Geschichte Europas. Er markiert das Ende der gescheiterten
Multikulti-Ideologie. In einigen Städten kam es auch zu kleinen, spontanen Kundgebungen auf denen die Forderungen der Identitären verlesen wurden:

1. Wir wollen eine Offenlegung aller Zahlen und Statistiken zur Islamisierung und demographischen Veränderung Deutschlands und Europas. Wir wollen eine klare Stellungnahme der Politik zur Zukunft unserer Identität im Angesicht des gescheiterten Multikultiexperiments und der Islamisierung

2. Wir wollen eine Volksbefragung über die Massenzuwanderung und die Islamisierung in unserem Land, bevor sie so weit fortgeschritten sind, dass unsere Demokratie de facto abgeschafft ist. Wir wollen eine offene Debatte über die Identitäre Frage, die Frei von chauvinistischem Rassismus und neurotischem Selbsthass geführt wird.

4. Wir fordern ein Ende der Political Correctness und der multikulturalistischen Ideologie. Wir fordern ein Ende der politischen Instrumentalisierung unserer Vergangenheit und wollen einen gesunden Bezug zur unsere Identität und Geschichte wiederherstellen. Wir wollen, dass unsere Forderungen anerkannt und behandelt werden, anstatt sie tot zu schweigen oder uns mit primitiven Totschlagargumenten zu attackieren. Der 21. Dezember ist für uns der Ausgangspunkt für eine Epoche der Identität, ein neues goldenes Zeitalter, das wir herbeiführen wollen. Wir haben an diesem Tag, wie die Franzosen, der herrschenden Ideologie den Kampf angesagt und uns geschworen so lange weiter zu machen, bis das Fortbestehen unserer ethnokulturellen Identität gesichert ist. Wir wollen und werden, friedlich und demokratisch, aber konsequent und unbeirrbar die identitäre Frage stellen. Solange bis man uns anhört und sich etwas verändert. Der Lauf der Geschichte ist nicht vorgeschrieben und das, was geschieht, ist nicht alternativlos. Es ist unsere gemeinsame Entscheidung, die wir Tag für Tag treffen indem wir nichts dagegen tun. Uns reicht es wir tun was dagegen. Wir wollen eine Heimat statt einer Zone, eine Zukunft statt der Islamisierung und eine Identität statt Multikulti. Wir wollen das Rad der Geschichte weiterdrehen und die Flamme der Tradition und des Lebens weitergeben. Wir wollen den Schritt in ein goldenes Zeitalter statt einem Stillstand der Geschichte. Wir sind die identitäre Generation und wir stehen für die Zukunft Deutschlands und Europas. Was wir sagen ist die Wahrheit, was wir fordern ist gerecht und wir sind gekommen um zu bleiben.

8 Kommentare

  1. Ist es nicht ein wenig überzeichnet, wenn man 20 Menschen aus ganz Deutschland und Wien als »Zeitenwende« bezeichnet, nur weil sie mit ein paar Fahnen wedeln?

  2. @gafses:

    Ob es eine Zeitenwende gibt, können naturgemäß immer erst die Nachfolgenden in etlichen Jahren beurteilen.

    Eine Zeitenwende muss sich nicht mit Macht oder großem Getöse ankündigen. Ich glaube auch nicht an eine »Zeitenwende« – aber dass hier eine Bewegung sich formiert, die das Zeug hat, Bedeutung zu erlangen, kann ich mir zumindest gut vorstellen und das ist doch mehr, als man über Jahrzehnte erhoffen konnte, oder?

    Warten Sie es also einfach ab – in ein paar Jahren sind Sie und wir schlauer …

  3. Wenn man die ersten Reaktionen der sog. »Antifa« liest, haben die Identitären ins Schwarze getroffen. Obwohl man dort abwiegelt und von »altem Wein in neuen Schläuchen« spricht, merkt man deren Nervosität. Sie haben Angst, daß der von ihnen observierte öffentliche Raum von den Identitären besetzt werden könnte. Nicht immer und nicht überall – aber immer öfter an immer mehr Plätzen. Sie fühlen sich mit ihrer vorgestrigen Beton-Ideologie herausgefordert, weil sie wissen, daß sie dem nichts Inhaltliches entgegen zu setzen haben. Die Realität steht gegen deren linke Traumwelt und der Bürger fängt an, dies zu begreifen.

  4. Mal schauen was diese Identitäre Bewegung wirklich ist.
    Ich vermute, das dahinter die Gleichen stecken, die auch hinter der German Defence League etc. ihre Finger im Spiel haben – kontrollierte Opposition nennt man das.

    Multikultur ist VOLKSTOD.
    Ein 38-seitiges PDF arbeitet es heraus:

    http://www.file-upload.net/download-6975299/MULTIKULTUR—DER-DEUTSCHE-VOLKSTOD-AUS-DEMOKRATISCHER-SICHT.pdf.html

    PS: Das Dokument darf ausdrücklich weiterverteilt und woanders hochgeladen werden. Tausende machen das bereits …

  5. frundsberg: Das Dokument bislang zu einem Drittel gelesen und mir ist jetzt schon schlecht. Sind die Nachwirkungen des Nationalsozialismus so stark? Und warum machen die anderen Länder Europas den Quatsch (und in diesem Maße ist es Quatsch) mit? Was erhofft man sich dabei? Man sieht die Probleme, man weiß offenbar von den negativen Konsequenzen, die sich daraus ergeben, warum tut man seinen Mitbürgern und letztendlich auch dem eigenen Nachwuchs (insofern vorhanden) sowas an?

    Das bedeutet nicht nur Volkstod sondern auch das Zugrabetragen der gesamten europäischen Entwicklung, denn es ist absehbar, dass primitive Islamisten die dominante Gruppierung stellen würden. Und die haben es ja nicht so mit Forschung.

    Bei allem Respekt, das wäre nicht nur Betrug, wie es im Dokument steht, sondern Hochverrat!

  6. #HamoSumo,
    ich gebe dir recht. Am deutlichsten wird das Vorhaben der ›Demokraten‹ aber in ihrer Aussage, daß im Jahr 2040 es keine Deutschen mehr geben wird, da alle so ›vermischt‹ sein werden. Sie sagen zwar, es wird keine ›Migraten‹ (also Ausländer) mehr geben, weil alle gemischt sind. Aber natürlich gibt es dann auch kein deutsches Volk, keine deutsche Gruppe und Gemeinschaft mehr!

    Kann man es deutlicher ausdrücken???

  7. Skepsis, ist ein Versteck – um sich nicht positionieren zu müssen.
    Es ist immer leicht zu verurteilen – aber schwer Veränderungen anzustreben.

    Wer den Berg abtragen will – muss den ersten Stein aufheben.

    Abwarten das Andere den Job machen war gestern – heute muss sich jeder der diese Zustände nicht akzeptiert, einsetzen und aufklären sowie sich persönlich einbringen.

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